Das Paradies, es leuchtet!

“ ... noch nie den Kopf so voller Bilder gehabt wie jetzt", schreibt August Macke aus Tegernsee, wohin er zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth im Herbst 1909 von Paris aus reiste, um dort auf Einladung des Schriftstellers Wilhelm Schmidtbonn zu leben. Es sollte ein arbeitsintensives Jahr vergehen, in diesem Idyll, bis er im November 1910 nach Bonn zurückkehren wird. Vieles wird sich in diesem Jahr ereignen. Sein Leben, seine Farben - alles ist in Bewegung.

Das Spiel von Licht und Farben

Mit seinen Fenêtres (Fensterbilder), die ab 1912 entstanden, inspirierte der französische Maler Robert Delaunay die beiden Künstlerfreunde August Macke und Franz Marc ganz entscheidend zu ihrem Schaffensprozess in den Jahren 1912 bis 1914. Die drei Künstler der deutsch-französischen Avantgarde pflegten in den wenigen Jahren ihres Austausches einen produktiven und in Teilen, besonders zwischen Marc und Delaunay, kritisch-lebendigen Dialog.

Café Chantant II

Franz Marc, Café Chantant II, 1903 Franz Marc, Café Chantant II, Tusche auf Papier, 1903. Franz-Marc-Museum Kochel am See V. Auf der Terrasse des Café Josty Der Potsdamer Platz in ewigem GebrüllVergletschert alle hallenden LawinenDer Straßentrakte: Trams auf Eisenschienen,Automobile und den Menschenmüll. Die Menschen rinnen über den Asphalt,Ameisenemsig, wie Eidechsen flink.Stirne und Hände, von Gedanken blink,Schwimmen … Café Chantant II weiterlesen