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Konzertlesung
aus dem Briefwechsel von Franz und Maria Marc (1905-1916)


Gelesen von Anna März (Maria Marc) und Michael Stacheder (Franz Marc)

Mit Musik von
Franz Schubert, Leoš Janáček, Béla Bartók und Arnold Schönberg 

Interpretiert von dem Ensemble Anheizholz mit Christine Schreier (Blockflöten), Stephanie Wagenstaller (Violine) und Thomas Beer (Gitarre)

Erstaufführung
am 1. November 2020 im Franz Marc Museum Kochel am See


Das Plakatmotiv der Konzertlesung: Gletschersee, Hannah Bischof, Berlin 2019 © Navina Neuschl

Der Briefwechsel von Franz und Maria Marc ist ein berührendes, wie ehrliches Zeugnis einer Liebesgeschichte, die sich gerade in den ersten Jahren des Zusammenseins als äußerst emotional aufgeladen und nicht frei von Konflikten für die Protagonisten gestaltete. Von 1905 bis zu Franz Marcs frühen Tod 1916 schrieb sich das Künstlerpaar hunderte Briefe und Postkarten voller Sehnsucht und Zärtlichkeit, die auch einen unverstellten Einblick in das alltägliche Leben, die Kunstszene und in die Anfänge des Blauen Reiters sowie in das Kriegsgeschehen des Ersten Weltkriegs ermöglichen.

Der musikalische Rahmen der Lesung mit Anna März und Michael Stacheder wird von dem Ensemble Anheizholz aus Oberbayern gestaltet: Mit der Kombination ihrer Instrumente entwickeln Christine Schreier (Blockflöten) und Thomas Beer (Gitarre) zusammen mit Stephanie Wagenstaller an der Violine für die Lebens- und Liebesgeschichte von Franz und Maria Marc einen passenden Klang-Raum. Traditionelles trifft Experimentelles und eröffnet dem Zuhörer zusammen mit den Briefen neue gedankliche Welten. Von Franz Schubert über Leoš Janáček zu Arnold Schönberg spannt sich ein Bogen von der frühen Romantik bis hin zur Avantgarde und begleitet die Zuhörer durch die Utopien einer der bedeutendsten Kunstbewegung des 20. Jahrhunderts. 

Der Briefwechsel von Franz und Maria Marc, herausgegeben von Annegret Hoberg, ist 2018 im C.H. Beck Verlag erschienen.


Franz und Maria Marc, 1911 in Sindelsdorf, fotografiert von Wassily Kandinsky.

Das Ensemble (von links nach rechts): Christine Schreier, Thomas Beer, Michael Stacheder, Anna März und Stephanie Wagenstaller

Die Mitwirkenden




Anna März, 1986 in Rosenheim geboren, nahm mit 16 Jahren an ihrem ersten  Theaterkurs teil. Ab diesem Zeitpunkt begann sie  mit großer und wachsender Leidenschaft für das Theater in diversen Produktionen in der Region mitzuwirken, bevor sie zwischen 2009 und 2012 ihre Schauspielausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule absolvierte. Am Ende ihres Studiums gewann sie 2012 den Lore-Bronner-Preis des Bezirks Oberbayern. Danach folgten Engagements beim Jungen Schauspiel Ensemble München, am Rationaltheater und am Galli Theater München. Seit 2017 regelmäßiges Engagement beim Theater für die Jugend in Burghausen.

Christine Schreier, geboren 1988 in Rosenheim, studierte an der Universität Mozarteum in Salzburg Blockflöte bei Ernst Kubitschek und Maria Dorner-Hofmann sowie an der Hochschule für Musik und Theater in München bei Maurice van Lieshout. Im Jahr 2014 beendete sie ihr Studium mit dem akademischen Grad Master of Arts mit Auszeichnung.  Sie konzertiert sowohl als Solistin als auch in diversen Kammermusik- und Ensembleformationen wie zum Beispiel dem Duo Anheizholz (Blockflöte/Gitarre). Zudem wirkte sie bei Barockkonzerten und Opernproduktionen (Alexander’s feast, King Arthur) am Staatstheater Gärtnerplatz in München mit. Christine Schreier unterrichtet an der Stadtsing- und Musikschule Kolbermoor.

Stephanie Wagenstaller, geb. 1987 in Rosenheim, studierte Instrumental- und Gesangspädagogik Violine am Mozarteum in Salzburg bei Eva-Maria Steinschaden-Vavtar. Seit ihrem Abschluss 2017 arbeitet sie freiberuflich als Musikpädagogin und Musikerin.  Sie ist Mitglied im Kammerorchester Kolbermoor und in der Volksmusikformation Kammermusikanten. Darüberhinaus wirkte sie bei diversen Rundfunkaufnahmen für BR Heimat mit und war bei verschiedenen CD Produktionen des Volksmusikarchivs vom Bezirk Oberbayern beteiligt.


Thomas Beer, geboren 1989 in Rosenheim, studierte Gitarre an der Musikhochschule Nürnberg (Bachelor of Music) und an der Musikhochschule Münster bei Marcin Dylla und schloss seine Studien 2018 mit dem Grad Master of Music mit Bestnote ab. Er ist Preisträger des 1. Musikpädagogischen Preises der Musikhochschule Nürnberg und war Stipendiat der Karl und Lilly Till-Stiftung Altötting und des Fördervereins der Musikhochschule Münster. Thomas Beer konzertiert mit den Kammermusikformationen Duo Alta Baviera (Gitarrenduo) und Anheizholz (Blockflöte und Gitarre), sowie auch solistisch. Konzertreisen führten ihn durch ganz Deutschland, Österreich und in die Niederlande. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit geht er auch mit Leidenschaft seiner pädagogischen Arbeit als Gitarrenlehrer am Musikverein Schnaitsee und an der MLV Bad Endorf nach.


Aus dem musikalischen Programm

Pressestimmen

Hunderte Briefe und Postkarten, gefüllt mit Liebesschwüren und Streitgesprächen, aber auch Gedankengängen und Ideen – und das alles zu Beginn des 20. Jahrhunderts. 43 dieser Briefe trugen in einer ganz besonderen und intimen Atmosphäre die Schauspielerin Anna März und Regisseur sowie Schauspieler Michael Stacheder kürzlich im Waitzinger Keller in Miesbach vor. Musikalisch perfekt begleitet wurde die Konzertlesung von Christine Schreier (Blockflöten), Stephanie Wagenstaller (Violine) und Thomas Beer (Gitarre). (…) Mit Stücken etwa von Franz Schubert, Claude Debussy und Arnold Schönberg sowie traditionell alpenländischer Volksmusik verwandelte das Trio die Worte aus den Briefen in traumhafte Klangwelten. (…) Schon in den ersten vorgetragenen Briefen aus dieser Zeit, schaffte es März mit ihrer wohlig warmen Stimme und einvernehmenden Darbietungsweise, das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Von diesem Moment an befand man sich als Zuhörer mitten in dem Liebeschaos. Man spürte die Verzweiflung Marias über das Verhalten von ihrem „Lieb“ am ganzen Körper. Wie eindrücklich passend dazu auch noch Stacheder, der die Zeilen Marcs mit seiner Stimme und winzigsten Gesten so eindrücklich zum Leben erweckte. (…) Die Rosenheimer Schauspielerin Anna März ausgezeichnet mit dem Lore-Bronner-Preis, verzaubert in dieser Konzertlesung ihre Zuhörer nicht nur mit ihrer wohlklingenden Stimme, sondern auch mit jeder kleinen Geste und vielsagenden Blicken, die die Worte von Maria Marc spürbar machen. Ihr Schauspielkollege und Regisseur Michael Stacheder beweist mit diesem einzigartigen Zusammenspiel aus Musik, Literatur und Geschichte wieder mal sein Gespür für besondere Produktionen.
Kultur Vision Magazin, 3.11.2021

Die komplette Rezension findet sich hier: Traumhafte Reise in die Welt der Liebe

„Die fünf Personen auf der Bühne gelang es, die zahlreich erschienen Zuhörer über zwei Stunden in Bann zu schlagen. Berührend trugen Anna März und Michael Stacheder Auszüge aus dem Briefverkehr zwischen Franz und Maria Frank, später Maria Marc, vor. Die ungewöhnliche Instrumentalbesetzung – Gitarre, Violine und verschiedene Blockflöten – verlieh der Lesung den Charakter des Einmaligen.“
Oberbayerisches Volksblatt, Kultur in der Region, 6.10.2022


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Die Erstaufführung am 1. November 2020 konnte in Kooperation mit dem Franz Marc Museum realisiert werden. Das Ensemble bedankt sich sehr herzlich bei Frau Dr. Cathrin Klingsöhr-Leroy und ihrem Team für die gute Zusammenarbeit.

Dauer der Konzertlesung ca. 100 Minuten Eine Pause ist möglich.
Aufführungsrechte
C. H. Beck Verlag München

Zeitraum für Konzerte
Termine ganzjährig auf Anfrage möglich.

Honorar auf Anfrage.
zzgl. 10% der Roheinnahme als Tantieme, min. 80,00 EUR + MwSt. + GEMA

Anfragen und Buchungen für Lesungen hier.