Oh, ich hätte Dir viel zu erzählen!

Beginn der Arbeit an Stefan Zweigs Die unsichtbare Sammlung und andere Erzählungen Ein trüber Tag in Salzburg im Frühjahr 2013. Nebelverhangen der Blick auf die Altstadt mit dem Mönchsberg im Hintergrund. Hier verbrachte Stefan Zweig sein zweites Leben von 1919 bis 1934. Ich bin wieder Weltenbummler geworden und habe die Literatur promenieren geschickt.Stefan Zweig Prolog … Oh, ich hätte Dir viel zu erzählen! weiterlesen

Das Paradies, es leuchtet!

August Macke, Farbkomposition, 1913 August Macke, Farbkomposition, 1913, Gouache, Fettkreide und Pastell. © Kunstmuseum Bonn IX. “ ... noch nie den Kopf so voller Bilder gehabt wie jetzt", schreibt August Macke aus Tegernsee, wohin er zusammen mit seiner Ehefrau Elisabeth im Herbst 1909 von Paris aus reiste, um dort auf Einladung des Schriftstellers Wilhelm Schmidtbonn … Das Paradies, es leuchtet! weiterlesen

Das Spiel von Licht und Farben

Robert Delaunay, Fenêtres sur la ville, 1914 Robert Delaunay, Fenêtres sur la ville, 1914, Wachsmalerei auf Pappe, Städt. Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München VIII. Mit seinen Fenêtres (Fensterbilder), die ab 1912 entstanden, inspirierte der französische Maler Robert Delaunay die beiden Künstlerfreunde August Macke und Franz Marc ganz entscheidend zu ihrem Schaffensprozess in den Jahren … Das Spiel von Licht und Farben weiterlesen

„Mein guter, alter Russl“

Franz Marc, Liegender Hund im Schnee, 1911 Franz Marc, Liegender Hund im Schnee, ca. 1911, Städel Museum Frankfurt a. Main VII. Russi, der ungestüme vierbeinige Begleiter von Franz Marc, darf sich mit Sicherheit zu den bekanntesten Hunden des Expressionismus zählen. Wie oft ist er, von ihm unbemerkt, vor seinem Herrchen Modell gesessen oder viel mehr … „Mein guter, alter Russl“ weiterlesen

Am einsamsten das Reh

Franz Marc, Rehe im Schnee, 1911 Franz Marc, Rehe im Schnee, 1911, Öl auf Leinwand, Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München VI. WINTER Geduldig ist der Wald,Behutsamer der Schnee,Am einsamsten das Reh.Ich rufe. Was erschallt?Der Widerhall macht Schritte.Er kehrt zurück zu seinem Weh:Das kommt heran wie leise Tritte,Er findet mich in meiner Mitte.Warum hab ich den Wald … Am einsamsten das Reh weiterlesen

Café Chantant II

Franz Marc, Café Chantant II, 1903 Franz Marc, Café Chantant II, Tusche auf Papier, 1903. Franz-Marc-Museum Kochel am See V. Auf der Terrasse des Café Josty Der Potsdamer Platz in ewigem GebrüllVergletschert alle hallenden LawinenDer Straßentrakte: Trams auf Eisenschienen,Automobile und den Menschenmüll. Die Menschen rinnen über den Asphalt,Ameisenemsig, wie Eidechsen flink.Stirne und Hände, von Gedanken blink,Schwimmen … Café Chantant II weiterlesen

Tanzende Pferde

Franz Marcs Neujahrskarte Turm der blauen Pferde, 1913 Franz Marc, Der Turm der blauen Pferde, Tusche, Deckfarbe auf Karton. Postkarte an Else Lasker-Schüler vom 1. oder 2. Januar 1913. Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München. IV. Das schönste Jahr wünscht der Prinz von ThebenElse Lasker-Schüler am 31. Dezember 1912 Junge Pferde  Wer die blühenden Wiesen kenntUnd die hingetragene Herde,Die, das Maul am Winde, … Tanzende Pferde weiterlesen

In deinen tiefen Tieren aber …

Franz Marc, Vier Füchse, 1913 Franz Marc, Vier Füchse. Postkarte aus Sindelsdorf an Wassily Kandinsky nach München, 4. Februar 1913. Aquarell, Gouache, Tusche. Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München III. In deinen tiefen Tieren aber, Aus feuchten Augen gleichen Geistes dunkelnd,Warst du mir ebenbürtig, Wald!  O, dein Geschöpf zu sein,Nichts als ein Ton der Erde,Der Schmetterling ein bunter Tropfen … In deinen tiefen Tieren aber … weiterlesen

Zerbrechliches Idyll

Franz Marc, Reh im Klostergarten, 1912 Franz Marc, Reh im Klostergarten, 1912, Öl auf Leinwand. Lenbachhaus und Kunstbau München II. Immer wieder Rehe. Als sich im Mai 1910 Franz und Maria Marc endgültig von München verabschiedeten und der wachsenden Großstadt den Rücken kehrten, um hinaus ins Murnauer Land zu übersiedeln, widmete sich Franz Marc in den folgenden … Zerbrechliches Idyll weiterlesen

So weit uns die Schwingen tragen!

Ein Art Prolog Franz Marc, Vögel, 1914, Öl auf Leinwand. Lenbachhaus und Kunstbau München I. Ein kräftiger, durch die Lüfte ziehender Flügelschlag, alles strebt nach oben, dem Licht entgegen, Grenzen überwindend. Ein flirrendes Schwirren und Flattern liegt in der Luft, ein Zittern, ein Beben. Die Vögel von Franz Marc, an der Schwelle der Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts entstanden, … So weit uns die Schwingen tragen! weiterlesen