Die Welt ist voller Unruhe

Tagesschnipsel Januar 2026



Gott, was sind das für Zeiten!
Die Welt ist voller Unruhe, alles drunter und drüber,
und noch weiß man nichts Gewisses.

Ödön von Horváth


Donnerstag, 1. Januar 2026, Neujahr

Alles auf Anfang.

Wie schnell man sich doch in dem Tohuwabohu dieser Welt verlieren kann. (Aus dem Journal, 3.7.2025) Nach wie vielen Monaten beginne ich nun erneut mit dem Schreiben meines Journals? Wieder haben gewisse Umstände es mich jäh unterbrechen lassen und das gerade in einer Gegenwart, die uns herausfordert und leider allzu schnell verstummen lässt. Meine Gedanken jedoch, aufgescheucht von den Geschehnissen in der Welt, wurden nicht müde zu kreisen. Im unaufhörlichen Wanken unserer Tage trieben sie mir dabei ständig auseinander, ehe ich sie zu fassen bekam. Ab und zu eine schnelle Notiz im Irgendwo. Vergeblich versuchte ich meine Tagesschnipsel zu sortieren, sie wieder zu einem Bild zusammenzufügen. Ein rastloser, unbefriedigender Zustand. Festgefahren das Denken und Tun; auf der Stelle tretend. Es sollte doch möglich sein, ins tägliche Notieren zurückzukehren! Ein Versuch ist es allemal wert. Im täglichen Schreiben wieder meinen Rhythmus in dieser Welt finden, die schier aus dem Takt geraten ist. (Aus dem Journal, 1.7.2025) Und doch sollten weitere Monate vergehen, ohne etwas Wesentliches im Journal festgehalten oder einen Tagesschnipsel veröffentlicht zu haben. Dabei hätte es zum Erzählen genug gegeben, doch blieb es in den Theaterwelten still und die Seiten in meinem Journal leer. Irgendwie ist mir im vergangenen Jahr zusehends die Freude am Erzählen abhanden gekommen. Bereits in den Jahren zuvor ist es öfters passiert, dass mir der Faden des Erzählens riss und ich nur mit Mühe, für eine kurze Zeit, auf Blog und in die Kanäle der sozialen Netzwerke zurückfand. Die Ereignisse und Entwicklungen auf der Weltbühne haben ihres dazu beigetragen.

Nun also auf ein Neues! Mit Zuversicht.

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